St. Nicolai ist als spätgotische Hallenkirche nach einem Brand 1409 von der Kalkarer Bürgerschaft mit Hilfe des Klever Herzogs und der Kalkarer Liebfrauenbruderschaft errichtet worden. Dazu wurde Kalkar von Altkalkar 1441 pfarrlich getrennt.

Die reiche Herzogswitwe Maria von Burgund (+ 1463) in ihrem Witwensitz auf dem Kalkarer Monreberg förderte das Kloster Marienbaum und das Kalkarer Dominikanerkloster ebenso wie St. Nicolai. Braue-reien, Wollhandel, Hansemitgliedschaft, der damals direkte Rheinzugang und eigene Rechte und Gerichtsbarkeit förderten zwischen 1450 und 1570 den Kalkarer Wohlstand.

Bruderschaften und Gilden sowie Geistliche und begüterte Familien stifteten Altäre und förderten die Priester-ausbildung für ihre Bedienung.

1409-1450: Bau der heutigen dreischiffigen Halle nach einem Brand der Vorgängerkirche

bis 1570: reichhaltige Ausstattung in der Blütezeit der Stadt

um 1900: Umfassende Restaurierung

1945-1949: Beseitigung von Kriegsschäden

1998-2000: Sanierungs- und Renovierungsarbeiten, Neugestaltung des Innenraums

2000-2020: Erneuerung der Kirchenfenster, Gestaltung durch Karl-Martin Hartmann, Realisierung durch Derix Glasstudio aus Taunusstein

Wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Finanzierung der 22 neuen Kirchenfenster hatte der Förderverein St. Nicolai e.V., der auch diesen digitalen Kirchenführer ermöglichte. Wenn Sie die Arbeit des Vereins unterstützen möchten, freuen wir uns sehr.