Fenster 4

von 2003 | Hochchor
„Dem guten Stern folgen“

Auch dieses rechte Fenster des Hauptchores wurde im Jahr 2003 fertiggestellt. Auf den ersten Blick ähnelt es den beiden vorhergehenden Fenstern nicht nur in seiner Farbigkeit. Schaut man genauer hin, werden jedoch Unterschiede deutlich:

Ganz oben im Maßwerk erkennen wir wieder einen großen Stern mit 3-Jet-Ereignis-Linien, in diesem Fenster hat er jedoch neun statt sieben Zacken. Der sich darunter anschließende „himmlische Bereich“ reicht hier etwas weiter hinunter. Und er besteht nicht aus farbigen Flächen, sondern aus lauter kleinen, neuneckigen Sternen in Gelb- und Rottönen.

Der große Rest des Fensters besteht aus großen neunzackigen Sternen, oben vor allem aus Gelbtönen, die nach unten über Orange- und Rottöne in dunkle Rot- und Blautöne übergehen. Diese großen Sterne sind aus vielen kleinen siebenzackigen Sternen zusammengesetzt. In die Bereiche zwischen den großen Sternen wurden die flächigen Motive aus der äußeren Umrandung der Fenster 1 bis 3 aufgenommen, die hier fehlt.

Die vielen Sterne erinnern an den Stern von Bethlehem, der über dem Geburtsort Jesu stehen blieb und den Sterndeutern den Weg wies. Als aufgehende Sterne sind sie Sinnbild für das neue Licht des Morgens, für den Heiland und für seine Mutter Maria. Damit leiten sie über zum nachfolgenden Siebenschmerzenaltar im Chor des rechten, südlichen Seitenschiffs und den dortigen „Marienfenstern“.