Fenster 20

von 2007 | Nordwand
„Zu neuen Horizonten“

Auch das zwanzigste Fenster im Zyklus stammt aus dem Jahr 2007. Es ist das dritte, rechte Fenster des Abendtriptychon. Im Vergleich zum linken und mittleren Fenster des Abendtriptychons hat die Umrandung ein anderes, kleinteiligeres und weniger symmetrisches Motiv der. Gleichwohl erinnert es ebenfalls an die Darstellung von Planetensystemen oder Atomkernen mit ihren umlaufenden Elektronenbahnen.

Prägend ist auch für dieses Fenster eine große blaue Fläche, diesmal in Königsblau, die sich fast über die ganze Fensterhöhe erstreckt. Sie ist mittig in zwei Hälften geteilt, so dass zwischen den Hälften ein langer, schmaler Weg entsteht. Erweitert der Künstler den Abendgedanken hier hin zum Tod, der auch Durchgang zum ewigen Leben sein könnte?

Auf den beiden blauen Flächen sind unzählige kleine Lichtpunkte zu erkennen, die jeweils auf einer schwarzen Krone platziert sind. Sie können als beleuchtete Fenster in einem Hochhaus interpretiert werden, oder als Darstellung unzähliger Menschen, die bereits die Krone des Lebens empfangen haben.

In diesem Fenster weitet der Künstler unseren Blick für das Interstellare des Weltenraums und das Mikro-Atomare. An einem winzigen Punkt in diesem Gefüge leuchtet ein Mensch auf und tritt ein ins Haus der Ewigkeit. Dies erinnert an die Worte von Jesus: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“