Fenster 8
Das achte Fenster im Zyklus wurde im Jahr 2001 eingebaut. Es zieht einen markanten Trennstrich zum Siebenschmerzen-Chor mit den Fenstern 5 bis 7. Direkt außen an die Kirchensüdseite ist die Sakristei angebaut. Daher reicht das Fenster nicht so weit hinab wie die anderen Fenster an dieser Seite der Kirche. Aufgrund seiner zusätzlichen Breite wirkt es dennoch eindrucksvoll, vor allem durch sein großes, weit hinunterreichendes Maßwerk im Spitzbogen.
Unterhalb des Fensters befindet sich die Sakristeitür. Diese nutzt der Priester, um zum Beginn des Gottesdienstes den Kirchenraum zu betreten. Der Künstler Karl-Martin Hartmann hat beim Entwurf dieses Fensters eine bestimmte Intention: „Wer kommt aus der Sakristei? Es geht um das Heraustragen und Herausbringen der Verkündigung.“
In der Gestaltung des Fensters hat Hartmann eine Struktur aus Perlen auf sein Grundraster gelegt, wodurch er es in ein großes Netz verwandelt. Dieses Netz symbolisiert das Netz des Priesters, des seelsorgerischen „Menschenfischers“. Dies nimmt Bezug auf eine Stelle aus dem 4. Kapitel des Matthäusevangeliums, in der Jesus am See von Galiläa die Brüder, Simon, genannt Petrus, und Andreas als erste Jünger ruft: „Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“
Im oberen Teil des Fensters, im Maßwerk, findet sich die Darstellung der Sonne als Spektroheliogramm mit dem Kometen Hale-Bopp und den typischen Sonnenflecken. Der Komet Hale-Bopp wurde erst im Jahr 1993 entdeckt. Er kam der Erde im Jahr 1997 sehr nahe und war während dieser Zeit 18 Monate lang mit bloßem Auge sichtbar.