Fenster 18
Das achtzehnte Fenster im Zyklus wurde im Jahr 2007 eingebaut. Dieses und die beiden folgenden Fenster können wieder als Triptychon betrachtet werden, eine dreiteilige Darstellung mit einem Ablauf von links nach rechts, ähnlich wie die gegenüber an der Südwand gelegenen Fenster 9 bis 11.
Die drei zusammengehörenden Nordfenster 18 bis 20 konnten mit einer großzügigen Unterstützung des ehemaligen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement, der Alfried-Krupp-von-Bohlen-und-Halbach-Stiftung sowie der RWE Aktiengesellschaft realisiert werden. Ihre Einweihung fand im Beisein des damaligen Hamburger Erzbischofs Dr. Werner Thissen am 21. August 2008 statt.
Der Künstler wollte, wie bereits erwähnt, der Natur des Lichtes folgen und nicht mit helleren Fenstern der dunklen Kirchenseite entgegenwirken. So finden wir auch hier einen Teppich aus kosmischem Blau mit den Lichtpunkten und schwarzen Planetenmassen. Er weist uns weit hinaus aus dem engen Kirchenraum.
Kopernikus, Kepler und Galilei entdeckten zur Entstehungszeit der Altäre in dieser Kirche, dass die Sonne Mittelpunkt unseres Planetensystems ist und nicht die Erde. An solche Sonnensysteme erinnern die grauen Kreisdarstellungen in der Fensterumrandung. Ein zentraler gelber Kreis, umgeben von Linien mit Punkten darauf, erinnert an Sonnensysteme mit Umlaufbahnen von Planeten und auch an das schwache Licht, das uns aus anderen Galaxien nach Jahrtausenden und Jahrmillionen erreicht. Der dunkelrote Block darunter wirkt wie die Restglut vergangener Galaxien.
Unsere kleinen Wirkungs-Kreise, der Erdkreis und die einander umkreisen fernen Sonnen: Im Licht Gottes staunt der Beter über seine eigene und des Höchsten Existenz.